Bei den Zyklopen

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…..Vor der sizilianischen Ortschaft Aci Trezza peitschen die Wellen gegen die Zyklopenfelsen…..

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Italien „Meine” UN-Staaten – zum 66sten

Noch eine Geschichte, die im Buch nicht mehr untergebracht werden konnte:

Pietrasanta

Heiliger Stein so lautet die deutsche Übersetzung und in den Bergen hinter dem benachbarten Carrara liegen die riesigen Steinbrüchen in welchen unerschöpfliche Formationen von Marmor zu finden sind, insbesondere der weiße Marmor, einst das weiße Gold genannt, hat hier seine Heimat. Michelangelo hat mit seinen gewaltigen Skulpturen diesem Gestein erstmals zu wahrer Berühmtheit verholfen. In Pietrasanta hat sich neben den ortsansässigen Bildhauern, ein buntes Völkchen von Künstlern aus aller Welt niedergelassen.

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Unter diesen Akteuren tummeln sich nicht nur Steinmetze sondern auch  Bildhauer welche mit Bronze arbeiten. Als Renate und ich im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts immer wieder in diesen faszinierenden Ort kommen, hat auch der Münchner Bildhauer Toni Brüchert zu dem ich eine freundschaftliche Beziehung pflege seine Werkstatt in dem Städtchen.

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Das Rätsel um den Adam -Das ist ist die Lösung-

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Er klettert mit uns nicht nur in den Steinbrüchen herum, sondern führt uns auch in die Werkstätten großartiger Künstler. So haben wir die Gelegenheit das Atelier von Botero zu besuchen und in der Gießerei einige fertige Bronzeskulpturen dicker Menschen, dem Markenzeichen des kolumbianischen Künstlers, liegen zu sehen. Durch Toni haben wir Renata und Giovanni kennen und schätzen gelernt. Giovanni war der Comandante der Polizei im benachbarten Camaiore und ist eine Seele von einem Menschen.

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Er kommt bis heute jedes Jahr mit einem klapprigen Bus zum Oktoberfest nach München und zeigt seinen Freunden aus der Toskana wie man mit dem bayerischen Bier umgeht. So blieb es nicht aus, dass auch wir von Zeit zu Zeit mit einer Busladung in seiner Heimat angerückt sind. Es ist unvorstellbar, was Giovanni mit seiner Renata bei einem solchen Besuch alles anstellten. Höhepunkt war jedes Mal ein großes Essen im Garten der Familie. Da wurde von Renata, ihren Freundinnen und Verwandten aufgekocht und aufgetischt, dass sich die Tische bogen. Ein mehrgängiges mediterranes Menü von antipasti, primo piatto, secondo piatto bis dolce wurde in der winzigen Küche gezaubert. Natürlich durften die passenden Weine und zur Abrundung Cafe und Grappa nicht fehlen.

Noch eine kleine Geschichte am Rande. Es ist spät geworden bei einer Besichtigungstour rund um Pietrasanta und unsere Gruppe von vielleicht zwanzig Personen zeigt Ermüdungserscheinungen. Giovanni springt auf die Straße als der Linienbus vorbei kommt, hält diesen an, wir steigen alle ein und der Busfahrer bringt uns ins Hotel. Die drei Fahrgäste, die bereits im Bus saßen, müssen diesen Umweg in Kauf nehmen bis sie an ihr eigentliches  Ziel kommen.

Bei der von Giovanni vermittelten Visite der Staatspolizei in der nahegelegenen Blumenstadt Viareggio wird uns übrigens folgende unglaubliche Geschichte erzählt. Eine Eliteeinheit hat einige Kriminelle festgenommen, welche der Organisierten Kriminalität zuzurechnen sind. Bald darauf rückt eine Einheit der Carabinieri an, umstellt die Dienststelle und fordert mit vorgehaltenen Maschinenpistolen die Herausgabe der Festgenommenen, es seien ihre Täter.

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