Auf Darwins Spuren

 

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…..Unsere Reisegruppe, die aus insgesamt 24 Teilnehmern besteht,  wird mit zwei kleinen Motorschiffen, der DARWIN und der YOLITA, unterwegs sein……(links: die Yolita, dahinter vor dem anderen Schiff: die Darwin)….

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…..Dort erwartet uns eine Seelöwenkolonie mit zutraulichen, neugierigen Jungtieren…..

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…….Blaufußtölpel zeigen uns ihre breiten blauen Füße…..

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…..Über uns gleiten sanft Fregattvögel, mit ihren langen schmalen Flügeln sind sie gute Flieger…..

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…..Heute kreisen nur zwei Albatrosse über uns….

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…Durch ein sogenanntes Blasloch im Lavagestein schießt Brandungswasser 30 Meter in die Höhe…..

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….Robbenbabies riechen an meinen Zehen, als ich faul im Sand liege, kitzeln mich mit ihren Barthaaren, eines nuckelt am großen Zeh….

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……Riesige Sattelkopfschildkröten bewegen sich auf einer Kuhweide durch das Gras……

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….Prächtige Fregattvögel posieren im Gebüsch. Es ist Balzzeit, und die Männchen blasen ihre Brust unter dem entenähnlichen Schnabel auf wie einen roten Luftballon…..

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….An einem kleinen Brachwasser beobachten wir mehr als handtellergroße Krabben…

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….Später laufen wir durch eine Mondlandschaft: eine Lavawüste, aus der Lavakakteen ragen wie stachelbewehrte Lingame…..

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….. umrunden wir mit dem Beiboot den Pinnackle Rock, einen über 100 Meter hohen, spitzen Felsen, der wie eine Rakete aus dem Wasser ragt….

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……Die schmale Passage zwischen den beiden Felsen wird durchfahren…..

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Dass wir rechtzeitig auf die Galapagos-Inseln kamen, hing an einem silbernen Faden. Hier ist die Geschichte dazu, die aus Platzgründen im Buch nicht untergebracht werden konnte:

Anreise von Florida

Im Abflugbereich des Flughafens von Miami hält Ria van der Voort ein Schild in die Höhe: „Reisegruppe Stoephasius“. Wir sind von New Orleans herüber gekommen. Die Holländerin hat die Reiseunterlagen für das Naturerlebnis „Galapagos“ dabei. Ich überfliege die Papiere kurz und stelle mit Entsetzen fest, dass der Flugabschnitt  Quito – Guayaquil nicht in unseren Tickets enthalten ist. Die Agentin geht mit mir in ein Büro und checkt im Computer, ob der Flug gebucht ist. Das ist wohl der Fall, aber es wird noch viele Jahre dauern, bis es elektronische Tickets geben wird. Sie meint, wir sollten die Tickets in Quito nachlösen und eventuell bezahlen, den Betrag würden wir später rückerstattet bekommen. Unsere Airline ist SAETA, eine kleinen Fluggesellschaft, die noch immer eine der ehrwürdigen Boeing 707 in ihren Diensten hat. Wir sind überwältigt, als wir in der Maschine sitzen. Bereits vor dem Start werden wir mit Cocktails bewirtet und wir Holzklassenpassagiere fühlen uns wie Fist-Classler. Die Beinfreiheit ist optimal. Als wir in der Luft sind und die Anschnallzeichen erloschen sind, wird das Tischchen vor jedem Fluggast vom Begleitpersonal heruntergeklappt und mit einer Stofftischdecke und Silberbesteck versehen. Zum ausgezeichneten Essen, serviert auf Porzellan, kredenzen uns die freundlichen Damen und Herren vom Servicepersonal  Spitzenweine. Die  fünf Stunden Flugzeit vergehen im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge und wir landen in Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Bereits am Nachmittag des folgenden Tages soll es weiter auf die Galapagos Inseln gehen. Ich schlafe schlecht, die fehlenden Tickets liegen mir buchstäblich im Magen. Das kleine Hotel steht in der Neustadt und bereits am frühen Morgen wandere ich durch die gespenstisch leeren Straßen. Es ist kühl und klar, die Luft riecht nach einem Gemisch aus Auspuffgasen und Feuerstellen, frierende Indios suchen nach Brauchbarem im Abfall. Der winzige Geschäftsraum eines Reisebüros wird zeitig aufgeschlossen und ich frage den schlitzohrig wirkenden Besitzer, ob er mir für die Gruppe einen Bus für eine kleine Stadtrundfahrt mit anschließendem Transfer zum Flughafen besorgen kann. Wir werden uns handelseinig und nach dem Frühstück mit der Gruppe im Hotel steht tatsächlich ein klappriger Bus vor der Unterkunft. Zu meiner Freude spricht Jose, der begleitende Fremdenführer, den ich gleich mit bestellt habe, ein vernünftiges Englisch und versteht seinen Job recht gut.  Er leitet den Bus auf einige Aussichtspunkte und die Reiseteilnehmer haben Gelegenheit die Kameras zu zücken.

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In der Altstadt bitte ich ihn, die Gruppe weiter zu begleiten. Ich muss los und mich um die Flugtickets kümmern. Am vereinbarten Platz werden wir uns später wieder treffen, Inshalla, es gibt aber auch noch einen Plan B. Aus dem dichten vorbeirollenden Verkehr winkt Jose ein Taxi herbei und ich bitte den Fahrer zu SAN-Airlines zu fahren. Die Sache ist etwas verzwickt. Der Interkontinentalflug von und in die  USA findet mit SAETA statt, SAN ist für den Transport auf die Galapagos-Inseln zuständig, das Gesamtarrangement organisiert GALASAM, die halbstaatliche Agentur, in deren Händen der gesamte Inseltourismus liegt. Die Odyssee kann beginnen. Im Schritttempo schiebt sich das Taxi durch den dichten morgendlichen Verkehr. Im Büro von SAN bringt mich eine Sekretärin zum Generalmanager. Der meint, dass wir erst einmal zur SAETA müssten, ist so freundlich, dass er mich auf dem Weg begleitet. Dort verhandelt er mit einer Dame und bekommt nach längerer Diskussion einige Papiere in die Hand gedrückt und die Fahrt geht vermeintlich zurück zur SAETA, aber nein, irgendein Papier muss noch bei GALASAM abgestempelt werden. Schließlich sind wir wieder im Büro von SAN und dort wird mir endlich ein Sammelticket ausgestellt. Die 22 Dollar pro Person zahle ich gerne, hoffe nur dass mit dem Weiterflug alles klappt, weil mir beim langen Weg durch die Institutionen die Zeit buchstäblich unter den Händen zerronnen ist. Es hat gar keinen Sinn zum ursprünglich vereinbarten Treffpunkt zurückzufahren. Der Taxler bringt mich direkt zum Flughafen und dort sehe ich schon von weitem den klapprigen Bus stehen. Plan B, der vorgesehen hat, dass die Gruppe direkt zum Airport fahren soll, falls ich nicht rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt bin, hat funktioniert. Schweißgebadet falle ich in den Sitz der Boeing, die uns nach kurzem Zwischenstopp in Guayaquil auf die Insel San Christobal im Galapagos-Archipel bringt.

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Alle Bilder © Wolfgang Stoephasius

Der Link zu Ecuador:

Ecuador – „Meine” UN-Staaten – zum 39sten

 

 

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