Bakschisch

Bischkek © Wolfgang Stoephasius
Bischkek © Wolfgang Stoephasius

 

….. Ich entdeckte, dass die Botschaft in Berlin im Visum in meinem Pass handschriftlich das falsche Datum eingetragen hatte. Statt der Einreise am 23.10. stand dort der 23.11. Panisch verglich ich die Farbe des Schriftzugs mit dem Blau meines Kugelschreibers und fand sie nahezu identisch. Eine minimale Korrektur – und schon war das Visum auf den 23.10. datiert…..

Urkundenfälschung © Wolfgang Stoephasius
Urkundenfälschung © Wolfgang Stoephasius

 

Zusatz zur Story: In Delhi fahre ich vom Flughafen mit dem Taxi in den Stadtteil Pahar Ganj und steige beim Main Bazar aus, suche mir durch verwinkelte Gassen den Weg zu einer Unterkunft. Hier wirkt die Megacity wie ein Dorf irgendwo auf dem Lande.

Main Bazar in Delhi © Wolfgang Stoephasius
Main Bazar in Delhi © Wolfgang Stoephasius

 

Noch eine kleine Geschichte die aus Platzgründen nicht im Buch steht:

Simulant in Delhi

Es ist verdammt schwül. Von mir unbemerkt, schmiert mir ein Schuhputzer ein Stück Kot auf einen Schuh, der übliche Trick, um möglicherweise legal oder illegal an mein Geld zu kommen. Als ich ihm kein Geld sondern eine imaginäre Ohrfeige anbiete, ist er urplötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Eine Motorrikscha bringt mich zum futuristischen Bahai-Tempel, der im Stil einer riesigen Lotusblüte errichtet wurde.

Bahai-Tempel in Delhi © Wolfgang Stoephasius
Bahai-Tempel in Delhi © Wolfgang Stoephasius

Ich habe mit dem Walla vereinbart, dass er mich in drei verschiedene Shops bringen darf, dort bekommt er Provision und die Fahrt sollte eigentlich umsonst sein. Wir rattern durch den Horrorverkehr, besuchen einen Hindutempel, stoppen beim Roten Fort und die Einkäufe bei den Shopbesuchen fallen bei mir spärlich aus. Die Provision für den Taxler ist dennoch gesichert, gilt doch alleine das Absetzen des Fahrgastes. Bei der Rückfahrt zur Unterkunft tut sich ein ernstes Problem auf. Wie so oft in Delhi ist der Sprit rationiert und Benzin bekommen nur Stammkunden an den Tankstellen. So überredet mich der Fahrer, einen Herzanfall zu simulieren, das genügt um drei Liter Sprit für die Fahrt ins Krankenhaus zu bekommen, also mich doch noch heil in die Unterkunft zu bringen. Ich sitze zusammengekrümmt und stöhnend, die Hand am Herzen auf meiner Sitzbank und die Benzinversorgung ist gesichert. Selbstverständlich gebe ich ihm ein ordentliches Trinkgeld, da ich in den Läden nichts gekauft habe, wird seine Provision nicht sonderlich ausgefallen sein.

Ein Link zu Kirgisistan

Kirgisistan „Meine” UN-Staaten – zum 78sten

und der zu Indien

Indien „Meine” UN-Staaten – zum 59sten

 

 

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Veröffentlicht in Asien