Bannspruch

Shinto © Wolfgang Stoephasius
Shinto © Wolfgang Stoephasius

 

….Die Großstadt im Norden Japans ist die letzte der sieben Partnerstädte Münchens, welche ich noch nicht besucht habe….

Sapporo © Wolfgang Stoephasius
Sapporo © Wolfgang Stoephasius

 

….. Mein japanischer Begleiter, ein Polizeikollege mit dem Spitznamen Tom……

mit Tom in Sapporo © Wolfgang Stoephasius
mit Tom in Sapporo © Wolfgang Stoephasius

 

….. als ich am letzten Tag meines Aufenthaltes den Hokkaidō-jingū Shintō-Schrein besuche….

2007JapanKorea (24)
Hokkaidō-jingū Shintō-Schrein © Wolfgang Stoephasius

…..Wenige Minuten später trete ich in die luxuriöse Lobby meines Hotels…..

Blick vom Hotelfenster auf den Sensoj-Tempel © Wolfgang Stoephasius
Blick vom Hotelfenster auf den Sensoj-Tempel © Wolfgang Stoephasius

 

Hier noch eine kleine Zusatzgeschichte zu meinem Aufenthalt in Tokio:

Die Riesenstadt wirkt überhaupt nicht beunruhigend auf mich, ist doch alles gut in Englisch beschildert und das Metro-System ist einfach perfekt. Ich habe gemeinsam mit zwei ehemaligen Polizei-Attachés beim japanischen Konsulat in München einen netten gemeinsamen Abend. Zu meiner Überraschung, weniger zu meiner Freude, werden Würstel mit Sauerkraut, Spätzle und ähnliches serviert. Ich mag zwar in Japan lieber die einheimische Küche, aber die Leute haben es gut gemeint. Ein Satz, welchen einer der beiden von sich gibt, macht mich allerdings stutzig, dieser lautet: „Nur ein toter Chinese ist ein guter Chinese“. Ich schweige, denke daran, wie ich im Jahre 1998 das kleine Museum in Nanjing besucht habe. Dort hatte einst der Deutsche John Raabe gewohnt. Im Jahre 1937 hatte er tausende von Zivilisten vor den Gräueln der in der Stadt wütenden japanischen Soldateska gerettet. Ganz in der Nähe dieses Hauses lebte die damalige Schwägerin meiner Tochter Jutta. Ihr Mann hatte sich gewünscht, dass ich mit ihm ein Bierwetttrinken veranstalte. Wir saßen im Januar in der eiskalten Wohnung und eine Flasche Bier nach der anderen musste getrunken werden, unterbrochen von zahllosen Toilettengängen. Ein Jahr später war mein „Sportsfreund“ tot, gestorben an Magenkrebs. Den Bayernschal, welchen ich ihm als Gastgeschenk mitgebracht hatte, war seine Grabbeigabe.

Mahnmal in Hiroshima © Wolfgang Stoephasius
Mahnmal in Hiroshima © Wolfgang Stoephasius

 

Meine Japanreise führt mich auch nach Hiroshima. Als am 28. Mai 2016 Obama als erster Präsident der USA diese Stadt besucht, sehe ich mir nochmals meine Tagebuchaufzeichnungen an:

„Im Friedens-Park in Hiroshima bin ich sehr betroffen, als ich im Museum die ergreifende Geschichte des 6. August 1941 nachvollziehe. Es ist eigentlich unbegreiflich, warum das geschehen konnte. Die Japaner hatten bereits Friedensfühler in Richtung Amerika ausgestreckt. Die USA bestanden aber auf der bedingungslosen Kapitulation, also auch auf der Absetzung des Kaisers – und das konnten und wollten die Japaner nicht akzeptieren. So wurde um 8.15 Uhr von einem B29-Bomber die A-Bombe geworfen. Was mag sich der Pilot gedacht haben, als er 140 000 Menschen zum Tode verurteilte, davon bestimmt etliche, die diesen Krieg nicht gewollt hatten. Pervers an der Geschichte ist, dass die Zündung insbesondere wohl deshalb geschah, um die immensen Kosten der Entwicklung vor der amerikanischen Öffentlichkeit zu rechtfertigen. Am 9. August kam dann noch Nagasaki hinzu. Zum Schluss hatten die Amis doch ein schlechtes Gewissen – und die Japaner durften den Kaiser behalten. Ich will auf keinen Fall die Verbrechen des japanischen Militärs bagatellisieren, sie haben Schreckliches über Ost-Asien und den pazifischen Raum gebracht. Aber war der Einsatz der beiden Bomben gegen die Zivilbevölkerung dennoch nötig?“

Link zu Japan

Japan – „Meine” UN-Staaten – zum 68sten

 

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Veröffentlicht in Asien